Das kostenlose Girokonto
Banken als Dienstleistungsunternehmen werben um jeden Kunden. Ein gängiges Werbemittel dabei ist das Angebot, das Girokonto kostenlos zu führen. Schon seit langem erhalten Schüler und Auszubildende bei vielen Geldinstituten ein kostenloses Girokonto. Das dient sowohl der Kundengewinnung, als auch der Kundenbindung. Wer über eine längere Zeit hinweg mit seiner Bank keine Probleme hat, wird nicht grundlos auf die Idee kommen, sie zu wechseln. Auch wer seine Ausbildung schon lange hinter sich hat, kann von einem kostenlosen Girokonto profitieren und sich die Kontoführungsgebühr sparen. Vorausgesetzt, er verfügt über einen monatlichen Geldeingang in bestimmter Mindesthöhe, der bei vielen Banken verlangt wird. Die Idee dahinter ist einfach. Je mehr Geld ein Kunde monatlich zur Verfügung hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass er bei seiner Bank Geldanlagen und Sparverträge nutzt, die dann sowohl Kontoführungsgebühren kosten, als auch das Geldvolumen der Bank erhöhen, mit dem sie in Form von Kreditvergaben Gewinne erwirtschaften kann.
Das kostenlose Girokonto bei einer Direktbank oder bei einer Filialbank eröffnen?
Seit neben den klassischen Filialbanken immer mehr Direktbanken auf den Markt drängen, hat sich das Angebot verändert. Direktbanken, die viel Geld sparen, indem sie auf den Betrieb eines Filialnetzes verzichten, geben Teile ihrer Einsparungen an den Kunden weiter. Sie bieten teilweise das Girokonto kostenlos an, ohne einen regelmäßigen monatlichen Geldeingang zu verlangen. Dazu bieten sie sogar eine Verzinsung des Kapitals auf dem Girokonto an, die durchschnittlich zwischen 1,6 bis 2,5 Prozent liegt. Die Entscheidung, welches Geldinstitut man wählt, hängt aber auch davon ab, welche Zusatzleistungen das Girokonto bietet, wie viele kostenlose Möglichkeiten zur Barabhebung es gibt und ob dem Kunden eine persönliche Betreuung vor Ort wichtig ist.
